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Musikalische Sonntagswanderung

Musikalische Sonntagswanderung

“Eigentlich müsste man bei diesen Temperaturen Siesta machen”, meint ein Nürnberg-Tourist, der sich einen schattigen Platz am Dürer-Platz gesucht hat. Von fern schallen die ersten Soundchecks vom Hauptmarkt herauf. Unter den Bäumen beim Café Wanderer lässt sich's auch so einigermaßen aushalten und das erste Bier wird geöffnet. Die Sängerin Simone Michalko und ihr Pianist Werner Hausen geben schon...
Anarchie mit Harmonie

Anarchie mit Harmonie

"Die Meistersinger von Nürnberg!" staunte Chumbawambas Frontfrau Jude Abbott, nachdem das Publikum in der überfüllten Katharinenruine die Band mit einem vielstimmig vorgetragenen Refrain kongenial unterstützt hatte.Dieses Lob durfte prompt zurückgegeben werden: Das streitbare Agitpop-Kollektiv aus Leeds, für seine Akustikshows derzeit auf Quintett-Größe reduziert, bewies einmal mehr, dass sich Anarchie...
Fiesta zur Siesta

Fiesta zur Siesta

Die Programmgestalter des Bardentreffens scheinen ein ganz besonderes Händchen dafür zu haben, stets die zum jeweiligen Wetter passenden Bands auszusuchen.Während die düsteren Wüstenrocker von Calexico im vergangenen Jahr von einem Sturm hinweggefegt wurden, der auch deren Tornado-geprüfter Heimat Arizona alle Ehre gemacht hätte, dürften sich der Brasilianer Wagner Pa und seine Band aus Barcelona in diesem Jahr...
Australischer Schmelztiegel

Australischer Schmelztiegel

Australien legt ja seit langem Wert darauf, noch vor den USA "Melting Pot" Nummer eins auf dieser Welt zu sein. Eingewanderte Kulturen absorbierte man auf der einstigen "Sträflingsinsel" in "Down Under" immer schon recht unvoreingenommen (und inzwischen hat man auch die bereits dort angetroffene akzeptiert).Dass es der Australier da andererseits mitunter etwas schwer hat mit der Identitätsfindung,...

Kommentar: Franken, wie es singt und lac...

Es stimmt nicht, dass die Franken zum Lachen in den Keller gehen. Manchmal laufen sie dazu auch zum Hauptmarkt oder zum Sebalder Platz. Dann ist Bardentreffen. Und sie gehen sogar dann noch hin, wenn ihnen bissige Barden ein kritisches Spiegelbild vor die fränkische Nase halten.Fränkische Künstler waren in diesem Jahr besonders gut vertreten. Und speziell bei den Auftritten der "Bissigen" und "Kritischen"...
Den “Ur-Barden” auf der Spur

Den “Ur-Barden” auf der Spur

Musik lag wieder in der Luft beim diesjährigen Bardentreffen – und das nicht nur vor den großen Bühnen. Auch an sämtlichen Ecken in der Innenstadt hatte sich eine Vielzahl von Künstlern eingefunden, die ein breites Publikum mit Gesang, Klang und Kleinkunst begeisterten. So traf man bei einem Streifzug von der Lorenzkirche in Richtung Hauptmarkt auf MaTe (17), Randy (24), Jonas (22), Andi (26) und Kilian (20)...
Straßenkampf und fränkisches Grillgut

Straßenkampf und fränkisches Grillgut

Wo Musik ist, sind potenziell auch Lärm und Anwohnerbeschwerden. Wenn etwa Trommelgruppen nachts vor dem Heilig-Geist-Spital auftreten oder Straßenbands mit 1000-Watt-Verstärkeranlagen spielen, laufen die Telefone bei der Polizei heiß. Um dieses wiederkehrende Problem endlich in den Griff zu kriegen, kontrollierten am Wochenende zum ersten Mal in der Geschichte des Bardentreffens fünf Männer im Auftrag der Stadt,...
“Auch für Auswärtige ist etwas dabei”

“Auch für Auswärtige ist etwas d...

Mit einem herzhaften "Mahlzeit miteinander" begrüßte Schriftsteller Klaus Schamberger das Publikum bei seinem umjubelten Auftritt am Samstag und machte damit dem diesjährigen Bardentreffen-Motto "Die Welt zu Gast bei Franken" alle Ehre. Wir hörten uns um: Sind die Zuhörer von den vielen fränkischen Künstlern hingerissen oder gelangweilt? "Das fränkische Motto ist besser als irgendwas...
So sieht das Sandmännchen wirklich aus

So sieht das Sandmännchen wirklich aus

Man kann Kurt Wagners Frau verstehen. Als sie die ersten Aufnahmen zum neuen Album seiner Band Lambchop hörte, fand sie, es klinge nach Trennung. Kurt Wagner wiederum soll ihr entgegnet haben, bevor ihre Ehe zerbreche, zerbreche er selbst – und zwar an dem neuen Album.Die Sache ging gottseidank gut, das Album ist fertig und die Ehe wohl stabil, jedenfalls war gestern am Hauptmarkt ein sehr entspannter Kurt Wagner...
“Hulzkulln hulln” am Hauptmarkt

“Hulzkulln hulln” am Hauptma...

Alles floss. Der Schweiß, das Bier. Die Leute strömten. Franken war beim Bardentreffen ein Fluss. Da konnte sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen. Oder einfach mitschwimmen.Eintauchen in die Tiefen des Blues, den zum Beispiel Klaus Brandl und Chris Schmitt ausloteten, die Fitzgerald Kusz am Sebalder Platz begleiteten: Dunkle Tiefen zu konzentrierter Poesie in sengender Hitze ("Bei manche Leid fängt des...
Klangknäuel im Ohr

Klangknäuel im Ohr

NÜRNBERG – "War ganz leicht", sagt die fünfjährige Nelly und zerrt verlegen an ihrem Baumwollkleidchen. Den Hauptgewinn vom Fischeangeln auf der Insel Schütt trägt sie stolz um den Hals. Und die Musik? Sie nickt und lächelt. Auf bunten Handtüchern oder Decken lagern die Kleinsten mit Mami oder Papi unter Schirmchen oder mit Hütchen auf den Köpfen und staunen zu "Unmada und die Erdenkinder"...
Latino-Köche und Meister der leisen Töne

Latino-Köche und Meister der leisen Tö...

Mit dem Auftritt des amerikanischen Songpoeten Garland Jeffreys auf dem Hauptmarkt ging gestern Abend das 31. Bardentreffen zu Ende. Am letzten Tag setzten Amerikaner (außerdem noch "Lambchop", Mckinley Black, Susie Boehm und "Yerba Buena") und die Vertreter der quirligen und vielfältigen Musikszene Barcelonas (Wagner Pá, "Costo Rico" und "La Kinky Beat") spanisch-weltmusikalische...

Kommentar: Eulen nach Athen

Das Bardentreffen hat schon viel mitgemacht in den vergangenen dreißig Jahren. Es war Liederwettbewerb, Rock-Festival, Folklore-Treffen, Weltmusik-Forum – und jetzt endlich also Franken-Schau. Warum auch nicht? Die einheimische Szene besitzt genügend Talente, die man bedenkenlos einmal vor großer Kulisse präsentieren kann. Die Betonung liegt auf einmal.Denn so gelungen die fränkische Leistungsschau (parallel...

Hauptsache Party

Wohl im Ort oder im Jahr verirrt hatte sich ein – sichtlich angetrunkener – Besucher auf dem Hauptmarkt. Fleißig Luftgitarre spielend fragte er die drei jungen Verkäufer der Programmhefte, ob sie wüssten, wann denn endlich Pink Floyd und AC/DC auftreten würden. Pech für den Fan: Nicht einmal "Wassd scho? Bassd scho!" gaben ihre fränkische "Hells Bells"-Version "Ä schnells Hells"...
Charmant gelöste Kubakrise

Charmant gelöste Kubakrise

Die Frau ist echt, sie hat Witz, Charme, Power – und jede Menge Geschichten auf Lager. Mit ihrem temporeichen karibisch-kunterbunten Musikkabarett-Programm zum Thema "Kubakrise" nahm die im klassischen Gesang ausgebildete Ines Martinez (40) ihr Publikum im Kreuzigungshof im Handumdrehen für sich ein. Wir sprachen mit der blendend aufgelegten, sympathischen Stuttgarterin.Frau Martinez, Ihr Name passt...