Sehr lustig ging es auf dem stimmungsvollen Sebalder Platz am Sonntag nachmittag zu. Dort gab es die tanzbare Gypsy Musik der Gruppe Čači Vorba. Genau das richtige bei diesen kühlen Temperaturen. Anschließend gab es Folk aus dem keltischen Wales mit dem Trio Uiscedwr. Im bestuhltenKreuzigungshof bot Paul Armfield dem aufmerksamen Publikum seine Poesie in schönen Liedern.
Ansich bin ich kein Freund von Bürokratie und einschränkenden Regelungen für Strassenmusiker, aber seit über 10 Jahren spielen wir als Gitarrenduo nun schon unplugged auf dem Bardentreffen und bemerken auch das Wettrüsten der Bands, nämlich immer größere Verstärker aufzufahren.
Allein Verstärkeranlagen zu verbieten ist allerdings keine Lösung, da der Heavydrummer oder die Sambatrommelgruppe dann immer noch das kleine Schulmädchen mit der Blockflöte akustisch platt macht, d.h. eine gute Lösung für alle wäre deutlich komplexer.
Ich denke im Vorfeld sollte erstmal an alle Strassenmusiker appelliert werden Rücksicht aufeinander zu nehmen, und da das meist wenig Sinn hat ;-) sollte vielleicht die Regelung her, jede halbe Stunde den Platz um mehr als 100m wechseln zu müssen, dann würden sich das mit dem zunehmenden Wettrüsten in gewissen Grenzen von selbst erledigen.
Allerdings stellt sich hier die Frage, wer dann das ganze Hin und Her der Strassenmusiker noch überprüfen kann ;-)
Ich sage ja, eine gute Regelung zu finden ist deutlich komplexer, …aber nicht unmöglich, wer also noch gute Ideen für die Veranstalter hat…
nun war ich das 5.Mal dabei und fand’s wieder super
Nur eines stört mich die letzten Jahre sehr: mittlerweile spielt fast keiner der Straßenmusikanten/Nebengruppen mehr ohne Verstärker, um nicht zu sagen es findet ein regelrechtes Wettrüsten um den besseren Verstärker statt. Der Erfolg: Man kann sich kaum mehr in Ruhe eine einzelne Gruppe anhören, wenn man bei einer stehen bleibt hat man im Hintergrund gleich noch die Kakophonie von 2-3 anderen. Außerdem werden die Kreise um die Bands immer größer – statt intimem Zusammendrängen, um die Musik zu hören also vorsichtiges Abstand-Halten – und keine Möglichkeit mehr vernünftig auf der Straße an den Trauben vorbeizukommen (es sei denn man marschiert knallhart durch den Kreis durch)
Wäre es nicht möglich von Seiten der Veranstalter, die Bands anzuhalten, unplugged zu spielen? Oder gar Verstärker abseits der Hauptspielstätten zu verbieten? Das ist vor Jahren auch gegangen, vorausgesetzt alle machen es und die Akustische Qualität der Musik würde es sicher heben!
Gruß von einem begeisterten Bardentreffenbesucher
Johanna
Im Prinzip der gleichen Meinung. Ausnahmen kann ich mir vorstellen, z.B. bei den Bassgitarren. Aber natürlich maßvoll. Bei einer Band hab ich selbst mit Mikro den Sänger nicht verstanden – zu leise und genuschelt. Der sollte lieber mal seine Stimme üben statt ins Mikro zu hauchen.